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01Jul

Vorfahrt für Kinder!

Gute Kinderbetreuung ist frühe Förderung von Kindern. Kinder lernen spielend. Erziehungswissenschaftliche und entwicklungspsychologische Studien belegen schon lange die zentrale Bedeutung frühkindlicher Bildung. Es ist daher schon sehr verwunderlich, dass Bildungsaufgaben vor allem der Schule zugeordnet werden und gleichzeitig Einrichtungen für jüngere Kinder bis heute mehr unter dem Betreuungsaspekt gesehen werden. Dabei hat neben der Familie und dem sozialräumlichen Umfeld vor allem die Kindertagesbetreuung großen Einfluss auf die Sozialisation von Kleinkindern.

Von einem qualitativ guten Kinderbetreuungsangebot profitieren alle Kinder. Vor allem Kindern aus bildungsfernen und/oder überforderten Familien bringt die Kindertagesbetreuung zusätzlichen Nutzen. Dies belegen Studien immer wieder aufs Neue, so auch die Bildungsstudie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW, Mai 2008).

Kinder haben ein Recht auf eine individuelle Förderung. Die frühe Förderung von Kindern ist eine Investition in die Zukunft.
Dabei sollen solche Angebote nicht die familiäre Erziehung und Betreuung in Frage stellen oder ersetzen.

Kindertageseinrichtungen sollen die Erziehung der Eltern ergänzen. Wir wertschätzen die Leistung der Eltern und wollen sie unterstützen. Viele (vor allem werdende) Eltern haben den berechtigten Wunsch, Berufstätigkeit und Kinder vereinbaren zu können. Vielerorts werden aber die bestehenden Angebote weder Eltern noch Kindern gerecht. Dies gilt vor allem für Kinder unter drei Jahren und ganz besonders für diejenigen in den alten Bundesländern. Gibt es kein ausreichendes Angebot an guter Kinderbetreuung, sind die Familien oft auf Einkommen aus schlecht bezahlten Jobs angewiesen Immer mehr Familien geraten dadurch in die Nähe der Armutsschwelle.

Wir wollen die Kinder fördern und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken. Das erfordert erhebliche Anstrengungen beim quantitativen wie qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung. Jedes Kind hat ein Recht auf die bestmögliche Förderung. Deshalb treten wir für einen Rechtsanspruch auf eine qualitativ hochwertige und vor allem ganztägige Bildung, Betreuung und Erziehung für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr ein. Eltern müssen sicher sein, dass sie nach der Elterngeldzeit das Leben mit ihrem Kind und eine Berufstätigkeit miteinander verbinden können. Wir können es uns nicht leisten, auf viele Mütter und auch Väter im Berufsleben zu verzichten, bloß weil es nicht ausreichend flexible und qualifizierte Betreuungsmöglichkeiten gibt.

Wir brauchen dringend eine Qualitätsoffensive für unsere Betreuungsangebote. In früher Kindheit werden wichtige Weichen für das spätere Leben gestellt. Im Moment laufen wir Gefahr, dass der Aufbau weiterer Betreuungsangebote zulasten der Qualität geht. Mit einer besseren Personalausstattung, kleineren Gruppen und einem höheren Ausbildungsniveau des Personals steigt die Qualität der individuellen kindbezogenen Förderung. Wir wollen, dass Bund, Länder, Kommunen und Träger von Kindertagesstätten sich auf bundesweit gültige Betreuungsstandards verständigen und diese gemeinsam verbindlich vereinbaren. Dazu gehören auch ein gesundes Mittagessen, eine gute Ausstattung der Einrichtungen und bessere Bezahlung des Personals.

Wir wollen nicht, dass sich Elternbeiträge als Zugangshürden für Kinder aus einkommensschwachen und bildungsfernen Familien auswirken, sodass sie von frühkindlicher Förderung ausgeschlossen werden. Elternbeiträge müssen sozial gerecht gestaltet sein und schrittweise ganz abgebaut werden. Dabei ist als ein erster Schritt ein beitragsfreies Jahr oder der hälftige Beitragssatz für alle denkbar.

Starke Kinder brauchen starke Eltern – wir wollen Eltern in ihren Kompetenzen unterstützen und Kinderbetreuungseinrichtungen zu echten Eltern-Kind-Zentren ausbauen. Denn eine unterstützende Infrastruktur darf nicht auf Kinderbetreuung und Schule begrenzt sein. Dabei geht es neben einer optimierten Kinderförderung um Angebote an die Familien und in den sozialen Nahraum. Es bedarf einer Stärkung der Familienberatung und -bildung sowie vielfältiger Erziehungshilfen. Hier ist die gesamte Kinder- und Jugendhilfe gefragt. Die Realität sieht leider anders aus: In zahlreichen Bundesländern arbeitet die Jugendhilfe aufgrund massiver Kürzungen oftmals am Rande ihrer Leistungsfähigkeit.

14Jun

Hallo Welt!

Hallo Welt,
Holger Mrosekhier ist er, mein erster Beitrag auf dieser Seite. Zugegeben sieht es hier noch etwas kahl aus … das liegt daran, dass ich mit dem System hier noch auf “lernmodus” bin. Das wird sich aber in den nächsten Wochen ändern, dann wirds hier voller und interessanter.

Bis dahin kann ich auf jeden Fall die Seite der Grünen in Voerde empfehlen!

Viele Grüße

Holger Mrosek

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